Systemische Traumatherapie Grundlegende systemische Annahmen beziehen sich auf die Zirkularität von Ursache und Wirkung und auf die Metaebene. Systemische Traumatherapeuten interessieren sich nicht in erster Linie für die Fragen, woher das Trauma kommt und wie man es beseitigt, sondern dafür, wie das Trauma „funktioniert“ und was es aufrecht erhält. Die „Kreiskausalität“ wird sichtbar, wenn es gelingt, das Trauma-Erleben von oben (aus der Metaebene) zu beobachten. Dieses „Kunststück“ ist nicht leicht zu erlernen, weil man nicht gleichzeitig auf verschiedenen Ebenen sein kann. Die systemische Traumatherapie versucht, mit den Klienten zwischen den Ebenen zu oszillieren.
Volumen8 Blockseminare (Wochenenden) zu je 20 Weiterbildungsstunden. Die Weiterbildung dau-ert insgesamt 16 Monate. Die Teilnehmden der Weiterbildung sollten in dieser Zeit insgesamt mindestens 50 Std. Peergroup-Arbeit leisten (Selbstorganisation) und mindestens 50 Std. für die Literaturarbeit verwenden (Selbstverpflichtung). Es besteht die Möglichkeit der Teilnahme an begleiteten Supervisionsgruppe.
ProcedereDie Gruppe arbeitet "zirkuär" und "beginnlos". Das bedeutet: Es gibt weder Einführungs- noch Aufbau- noch Fortgeschrittenenkurse. In der Gruppe arbeiten "Alte Hasen" und "Novizen" zusammen. Die Neueinsteiger profitieren von der Erfahrung der Fortgeschrittenen, die "Alten" profitieren von der Neugier der "Neuen". Auf diese Weise wird sehr schnell und effektiv
gelernt.
Der Einstieg ist jederzeit möglich (bei freien Kursplätzen).InhalteTraditionelle Therapieverfahren, die in erster Linie defizitorientiert „denken“, werden von systemisch arbeitenden BeraterInnen und TherapeutInnen nicht mitgetragen. Die systemische Traumatherapie arbeitet in erster Linie lösungs- und ressourcenorientiert. Gleichwohl berücksichtigt sie bewährte Verfahren aus nichtsystemischen Ansätzen (s. u.). Die Praxis der hier vorgestellten Traumaarbeit profitiert in hohem Maße von verhaltenstherapeutischem Wissen.
- Modul 1: Traumatherapie und der Systemische Ansatz
- Modul 2: PITT, Auftragsklärung + systemische Werkzeuge – Teil I
- Modul 3: EMDR, Auftragsklärung + systemische Werkzeuge – Teil II
- Modul 4: SE, Auftragsklärung + systemische Werkzeuge – Teil III
- Modul 5: KVT, REVT, Psychodiagnostik, Eigencoaching
- Modul 6: Hypnosystemik, Neutralität / Allparteilichkeit, ein Klient kommt selten allein...
- Modul 7: Resilienz, Beratung mit Kindern und Jugendlichen
- Modul 8: ZRM, Musteranalyse, Auffrischen des Methodenkoffers, Hausaufgaben
- Modul 1: Traumatherapie und der Systemische Ansatz
- Modul 2: PITT, Auftragsklärung + systemische Werkzeuge – Teil I
- Modul 3: EMDR, Auftragsklärung + systemische Werkzeuge – Teil II
- etc...
Nicht alle Themen müssen berücksichtigt werden, weitere Themen können hinzukommen. Änderungen sind nach Absprache mit den Teilnehmenden möglich und ggf. der Weiterbil-dungsleitung vorbehalten.
Gestaltung der Weiterbildung Obwohl die Weiterbildung "Systemische Traumatherapie" im Wesentlichen praxis- und handlungsorientiert aufgebaut ist, hat auch die Theorie ihren festen Platz. Mit einem im Institut entwickelten "Rezept" wird die Theoriekost mundgerecht zubereitet.
Das eigentliche Gewicht der Weiterbildung liegt im Üben, Trainieren, Üben, Trainieren. Neben einem Schwerpunktthema für jeden Wochenendworkshop wird mit Beispielen gearbeitet. Die Beispiele bringen die Teilnehmenden selber ein oder sie werden vom Workshopleiter vorgestellt.
Seminarplan: Fr. 17,00 - 21,00 Uhr
"Einstimmung", Talkrunde, Berichte. Einstieg ins Seminar-Wochenende.
Sa. 9,00 - 13,00 Uhr und 15,00 - 19,00 Uhr
Arbeiten am Schwerpunktthema, Fallbeispiele in Kleingruppen, Supervisionsanfragen in Kleingruppen, Demonstrationen in der Großgruppe, Literaturvorstellung, Scriptverteilung.
So. 9,00 - 12,30 Uhr und 14,00 - 16,30 Uhr
Arbeiten am Schwerpunktthema, Fallbeispiele in Kleingruppen, Supervisionsanfragen in Kleingruppen, Demonstrationen in der Großgruppe. Feedbackrunde, Themenvorschläge für einen der nächsten Workshops, Organisatorisches (Fragen zu den Peergroups o. ä.)
VoraussetzungenObwohl die meisten Teilnehmenden über einen Hochschul- oder Fachhochschulabschluss verfügen, ist die Zugangsvoraussetzung nicht an diese Bedingung geknüpft. Auch Teilnehmende ohne akademischen Abschluss sind willkommen und machen von der Teilnahme Gebrauch. Die Teilnehmenden sollten sich jedoch in der Lage sehen, sich mit komplexen Sachverhalten auseinanderzusetzen. Die Teilnehmenden der Weiterbildung sollten bereit sein, sich in einer Peergroup zu organisieren. Erwartet werden die „Nachbereitung“ der Inhalte, die in den Veranstaltungen zur Sprache kommen und die Auseinandersetzung mit dem Material, das in der Weiterbildung ausgegeben wird.
Die Teilnehmenden der Weiterbildung sollten nicht erwarten, dass sie im Laufe der 16 Monate zu Therapie-Virtuosen geschmiedet werden. Die Weiterbildung soll zu den ersten Schritten auf dem Weg zur systemischen Traumatherapeutin bzw. zum systemischen Traumatherapeuten befähigen. Begrüßenswert wäre, wenn sich die Kolleginnen und Kollegen auch nach ihrer Weiterbildung regelmäßige Supervision leisten würden.
Außerordentlich nützlich sind Vorerfahrungen im beraterischen und/oder therapeutischen Kontext.
ZertifikateNach Abschluss der Weiterbildung erhalten die Teilnehmenden je eine Teilnahmebescheinigung. Die Teilnahmebescheinigung berechtigung zur Erlangung des Zertifikates der Gesellschaft für systemische Beratung e.V. (GSB e.V.) Die GSB e.V. hat eigene, vom Institut unabhängige Vergabekriterien.
Kosten2400,00 Euro zzgl. 19% USt.
(Einmalzahlung oder 16 Raten à 155,00 Euro jew. zzgl. 19% USt.)
Die nächsten Termine:16.-18.10.2009
18.-20.12.2009
weitere Termine in Vorbereitung
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