Weiterbildung Psychotherapie
3-jährige Vollausbildung - Beginn: 02. Oktober 2009
Ziele

Die Teilnehmenden der Weiterbildung sollen lernen, Menschen professionell psychotherapeutisch zu beraten. Die Professionalität kommt dabei nicht nur im fachlichen Know-how zum Ausdruck sondern auch und besonders in der Fähigkeit der Reflexion des eigenen Handelns und der eigenen therapeutischen Kompetenz.

Die Kompetenz soll sich sowohl auf verschiedene psychotherapeutische Schulen (vorwiegend Verhaltenstherapie und Systemische Therapie) wie auf psychiatrische Basiskompetenzen beziehen. Die Teilnehmenden sollen am Ende der Weiterbildung auf die Überprüfung vor dem Gesundheitsamt (Heilpraktiker für Psychotherapie) vorbereitet sein.

Inhalte

Psychotherapeutisches Schulenwissen:

Einführung in die Psychotherapie

  • Verhaltenstherapie
    Geschichte der Verhaltenstherapie, Menschenbild der Verhaltenstherapie, Verhaltensdiagnostik, Problemanalyse, Bedingungsanalyse, Therapieplanung, Konditionierungsmodelle, Kogniti-ve Lernmodelle, Konfrontationsverfahren, Operante Methoden, Aversionsverfahren, Modelllernen, Training in Selbstsicherheit, Kognitive Umstrukturierung, Selbstmanagement, spezifi-sche Anwendungsfelder (Phobien, Depressionen etc.)
  • Systemische Therapie
    Geschichte der Systemischen Therapie, Menschenbild der Systemischen Therapie, System-theorie, verschiedene systemische Ansätze (konstruktivistische, phänomenologische u. a.), Lösungsorientierte Kurzzeittherapie nach Steve de Shazer, systemische Techniken und Methoden, Setting systemischen Arbeitens und systemische Techniken: Fragen, Interviewtech-nik, Skulpturarbeit, Hypothesenbildung, Reframing, positive Konnotation, Auftrags- und Zielklärung, "Sitzungsstruktur", Beratungspausen, Empfehlungen, Reflecting Team u. a, Paradoxe Interventionen etc.
  • Andere therapeutische Schulen
  • Verschiedene Tätigkeitsbereiche
    Einzelberatung, Paarberatung, Sexualberatung, Familienberatung, Coaching/Supervision, Teambegleitung, Teamcoaching, usw

Diagnostisches und neurologisches Basiswissen

  • Anatomie und Physiologie der Nervenzelle und des ZNS, Einführung in die allgem. Psychopathologie etc.
  • Neurologische Erkrankungen (Schmerzsyndrome, Epilepsien, Ausfälle des Großhirns etc:
  • Psychosen (Organische und schizophrene Psychosen, Affektive Störungen, Dementielle Erkrankungen etc.
  • Sucht und Abhängigkeit (Süchte (Alkohol, Drogen, Essen) etc.
  • Notfälle in der Psychiatrie
  • Rechts- und Berufskunde, Suizid und Suizidgefahr, Notfälle etc.
  • Neurosen (Angststörungen, Zwangsstörungen, Anpassungsstörungen, Persönlichkeitsstörun-gen etc.)
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie (Entwicklungspsychologie, Kinder- und Jugendpsychiatrie etc.)
  • Anamnese und Diagnostik (Symptom, Syndrom, Diagnose, Psychopathologischer Befund etc.)
  • Psychosomatik (Definition, Systematik, Psychosomatosen, Funktionelle Störungen etc.)
  • Psychiatrische Behandlungsmethoden (Psychotherapie, Pharmakotherapie, Soziotherapie, Reha-Therapie etc.
  • Spezielle schriftliche und mündliche Prüfungsvorbereitung

Aufbau der Weiterbildung

Inhaltlich orientieren sich die Workshops der Weiterbildung Beratung grob an dem oben skizzierten Raster. Das "Feintuning" der Workshopinhalte gestalten die Teilnehmenden und die WeiterbildungsleiterInnen gemeinsam.
Die Weiterbildung hat neben den reinen "Lerninhalten" breiten Raum für die Praxis. Es wird viel geübt und trainiert. Die Dozentinnen und Dozenten haben Fallbeispiele parat. Die Teil-nehmenden der Weiterbildung bringen Supervisionsanfragen mit. Die Mischung aus simulierten und authentischen Beispielen sorgt für eine gute Übungsbalance.

Psychotherapie ist keine Tätigkeit, die sich statisch erlernen lässt. Sie ist eine Art Kunsthandwerk, die der Therapeutin bzw. dem Therapeuten einiges abverlangt: Einfühlungsver-mögen, Flexibilität, hohe Konzentration, Verantwortung usw. Therapeutinnen und Therapeuten haben es nicht mit "Werkstücken" zu tun, die sich alle gleich "behandeln" lassen, sondern mit Menschen, die je einzigartig sind. Therapeutisches Arbeiten erfordert Erfahrung und Übung. An der Entwicklung dieser Kompetenzen will dieses Curriculum beitragen.
Volumen

Die dreijährige Weiterbildung umfasst 600 Weiterbildungsstunden (Unterrichtsstunden) Da-von 450 Std. Workshops und Seminare (Wochenenden), und ca. 100 Std. Peergroup (Selbstverpflichtung), 50 Std. Literaturarbeit (Selbstverpflichtung). Es besteht die Möglichkeit der Teilnahme an begleiteten Supervisionsgruppe.

Procedere

Die Gruppe arbeitet "zirkuär" und "beginnlos". Das bedeutet: Es gibt weder Einführungs- noch Aufbau- noch Fortgeschrittenenkurse. In der Gruppe arbeiten "Alte Hasen" und  "Novizen" zusammen.  Die Neueinsteiger profitieren von der Erfahrung der Fortgeschrittenen, die "Alten"  profitieren von der Neugier der "Neuen".  Auf diese Weise  wird sehr schnell und effektiv gelernt. Der Einstieg ist jederzeit möglich (bei freien Kursplätzen).

Struktur der Seminare

Fr. 17,00 - 21,00 Uhr
"Einstimmung", Talkrunde, Berichte. Einstieg ins Wochenende mit einem theoretischen Teil. Die Teilnehmenden erhalten Aufgaben, die sie in Kleingruppen bearbeiten. In der anschlie-ßenden Gesamtgruppe werden die Ergebnisse von den Gruppen referiert. 

Sa. 9,00 - 13,00 Uhr und 15,00 - 19,00 Uhr
Arbeiten am Schwerpunktthema, Fallbeispiele in Kleingruppen, Supervisionsanfragen in Kleingruppen, Demonstrationen in der Großgruppe, Literaturvorstellung, Scriptverteilung.

So. 9,00 - 12,30 Uhr und 14,00 - 16,30 Uhr
Arbeiten am Schwerpunktthema, Fallbeispiele in Kleingruppen, Supervisionsanfragen in Kleingruppen, Demonstrationen in der Großgruppe. Feedbackrunde, Themenvorschläge für einen der nächsten Workshops, Organisatorisches (Fragen zu den Peergroups o. ä.)

Termine

02. - 04.10.2009
11. - 13.12.2009

Weitere Termine in Vorbereitung

Einstieg jederzeit möglich (bei freien Kursplätzen)

Voraussetzungen

Die Teilnehmenden der Weiterbildung sollten über eine abgeschlossene Berufsausbildung verfügen. Frustrationstoleranz, Belastbarkeit und Bereitschaft zur Selbstreflexion sind selbst-verständliche Voraussetzungen für die Ausübung dieses anspruchsvollen Berufs.

Zertifikate

Nach jedem Weiterbildungsjahr erhalten die Teilnehmenden jeweils eine Teilnahmebeschei-nigung mit den genauen Inhalten, Stunden und Terminen der abgeleisteten Weiterbildung. Nach Beendigung des dritten Weiterbildungsjahres erhalten die Teilnehmenden ein aussa-gekräftiges Zertifikat des Weiterbildungsinstituts. Das Zertifikat berechtigt zur Beantragung des Zertifikates der Gesellschaft für systemische Beratung e.V. (GSB e.V.).

Die GSB e.V. hat eigene, vom Institut unabhängige Vergabekriterien.

Dachverband

Das Institut ist Mitglied in der Gesellschaft für systemische Beratung e.V. (GSB e.V.).

Kosten der Weiterbildung

  • Monatliche Zahlung: 130,-- EUR (36 Zahlungen) oder
  • Pro Kurs: 250,-- Euro (18 Zahlungen) oder
  • Pro Jahr: 1500,-- EUR (3 Zahlungen) oder
  • En bloc. 4500,-- EUR (1 Zahlung)
  • jew. zzgl. 19% Mwst

Dozenten-Kollegium

Dieter Salomon
Sozial- u. Verhaltenswissenschaftler
Pastoralpsychologe
Systemiker (IGST, GSB)
Verhaltenstherapeut (DGVT, DVP)
Supervisor/Coach
Leiter des FroL

Ute Becker
Ärztin
Systemische Therapeutin
Systemische Homöopathie
Lehrtherapeutin im FroL

und andere

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Curriculum 

Termine und Kosten



Die nächsten Termine:

02. - 04.10.2009
11. - 13.12.2009

Die Weiterbildung beansprucht insgesamt 18 Module (3 Jahre)

Je Monat: 130,-- EUR
(36 Zahlungen) oder

Pro Kurs: 250,-- Euro
(18 Zahlungen) oder

Pro Jahr: 1500,-- EUR
(3 Zahlungen) oder

En bloc. 4500,-- EUR
(1 Zahlung)

jeweils zzgl. Mwst (19 %)


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