
Die Teilnehmenden der Weiterbildung sollen lernen, Menschen professionell psychotherapeutisch zu beraten. Die Professionalität kommt dabei nicht nur im fachlichen Know-how zum Ausdruck sondern auch und besonders in der Fähigkeit der Reflexion des eigenen Handelns und der eigenen therapeutischen Kompetenz.
Die Kompetenz soll sich sowohl auf verschiedene psychotherapeutische Schulen (vorwiegend Verhaltenstherapie und Systemische Therapie) wie auf psychiatrische Basiskompetenzen beziehen. Die Teilnehmenden sollen am Ende der Weiterbildung auf die Überprüfung vor dem Gesundheitsamt (Heilpraktiker für Psychotherapie) vorbereitet sein.
Inhalte
Psychotherapeutisches Schulenwissen:
Einführung in die Psychotherapie
Diagnostisches und neurologisches Basiswissen
Aufbau der Weiterbildung
Inhaltlich orientieren sich die Workshops der Weiterbildung Beratung grob an dem oben skizzierten Raster. Das "Feintuning" der Workshopinhalte gestalten die Teilnehmenden und die WeiterbildungsleiterInnen gemeinsam.
Die Weiterbildung hat neben den reinen "Lerninhalten" breiten Raum für die Praxis. Es wird viel geübt und trainiert. Die Dozentinnen und Dozenten haben Fallbeispiele parat. Die Teil-nehmenden der Weiterbildung bringen Supervisionsanfragen mit. Die Mischung aus simulierten und authentischen Beispielen sorgt für eine gute Übungsbalance.
Psychotherapie ist keine Tätigkeit, die sich statisch erlernen lässt. Sie ist eine Art Kunsthandwerk, die der Therapeutin bzw. dem Therapeuten einiges abverlangt: Einfühlungsver-mögen, Flexibilität, hohe Konzentration, Verantwortung usw. Therapeutinnen und Therapeuten haben es nicht mit "Werkstücken" zu tun, die sich alle gleich "behandeln" lassen, sondern mit Menschen, die je einzigartig sind. Therapeutisches Arbeiten erfordert Erfahrung und Übung. An der Entwicklung dieser Kompetenzen will dieses Curriculum beitragen.
Volumen
Die dreijährige Weiterbildung umfasst 600 Weiterbildungsstunden (Unterrichtsstunden) Da-von 450 Std. Workshops und Seminare (Wochenenden), und ca. 100 Std. Peergroup (Selbstverpflichtung), 50 Std. Literaturarbeit (Selbstverpflichtung). Es besteht die Möglichkeit der Teilnahme an begleiteten Supervisionsgruppe.
Procedere
Die Gruppe
arbeitet "zirkuär" und "beginnlos". Das bedeutet: Es
gibt weder Einführungs- noch Aufbau- noch Fortgeschrittenenkurse. In
der Gruppe arbeiten "Alte Hasen" und "Novizen" zusammen. Die
Neueinsteiger profitieren von der Erfahrung der Fortgeschrittenen, die
"Alten" profitieren von der Neugier der "Neuen". Auf diese Weise
wird sehr schnell und effektiv gelernt. Der Einstieg ist jederzeit möglich (bei freien Kursplätzen).
Struktur der Seminare
Fr. 17,00 - 21,00 Uhr
"Einstimmung", Talkrunde, Berichte. Einstieg ins Wochenende mit einem theoretischen Teil. Die Teilnehmenden erhalten Aufgaben, die sie in Kleingruppen bearbeiten. In der anschlie-ßenden Gesamtgruppe werden die Ergebnisse von den Gruppen referiert.
Sa. 9,00 - 13,00 Uhr und 15,00 - 19,00 Uhr
Arbeiten am Schwerpunktthema, Fallbeispiele in Kleingruppen, Supervisionsanfragen in Kleingruppen, Demonstrationen in der Großgruppe, Literaturvorstellung, Scriptverteilung.
So. 9,00 - 12,30 Uhr und 14,00 - 16,30 Uhr
Arbeiten am Schwerpunktthema, Fallbeispiele in Kleingruppen, Supervisionsanfragen in Kleingruppen, Demonstrationen in der Großgruppe. Feedbackrunde, Themenvorschläge für einen der nächsten Workshops, Organisatorisches (Fragen zu den Peergroups o. ä.)
Termine
02. - 04.10.2009
11. - 13.12.2009
Weitere Termine in Vorbereitung
Einstieg jederzeit möglich (bei freien Kursplätzen)
Voraussetzungen
Die Teilnehmenden der Weiterbildung sollten über eine abgeschlossene Berufsausbildung verfügen. Frustrationstoleranz, Belastbarkeit und Bereitschaft zur Selbstreflexion sind selbst-verständliche Voraussetzungen für die Ausübung dieses anspruchsvollen Berufs.
Zertifikate
Nach jedem Weiterbildungsjahr erhalten die Teilnehmenden jeweils eine Teilnahmebeschei-nigung mit den genauen Inhalten, Stunden und Terminen der abgeleisteten Weiterbildung. Nach Beendigung des dritten Weiterbildungsjahres erhalten die Teilnehmenden ein aussa-gekräftiges Zertifikat des Weiterbildungsinstituts. Das Zertifikat berechtigt zur Beantragung des Zertifikates der Gesellschaft für systemische Beratung e.V. (GSB e.V.).
Die GSB e.V. hat eigene, vom Institut unabhängige Vergabekriterien.
Dachverband
Das Institut ist Mitglied in der Gesellschaft für systemische Beratung e.V. (GSB e.V.).
Kosten der Weiterbildung
Dozenten-Kollegium
Dieter Salomon
Sozial- u. Verhaltenswissenschaftler
Pastoralpsychologe
Systemiker (IGST, GSB)
Verhaltenstherapeut (DGVT, DVP)
Supervisor/Coach
Leiter des FroL
Ute Becker
Ärztin
Systemische Therapeutin
Systemische Homöopathie
Lehrtherapeutin im FroL
und andere
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Curriculum
