
Streit und Verzweiflung sind in glücklichen Beziehungen nicht immer abwesend. Das Glück einer Beziehung ist also nicht nur von Harmonie und Liebesgefühlen geprägt, sondern auch von der Fähigkeit, Schwierigkeiten auszutragen. In vielen Beziehungen überwiegen jedoch Spannungen und Konflikte. Gefühle von innerer Einsamkeit und Verletztheit wiegen in diesen Beziehungen schwerer als die guten Gefühle. Viele dieser Beziehungen sind von gegenseitiger Abhängigkeit gezeichnet. Solche Beziehungen werden oft unter Leiden "ertragen" oder mit großem Tamtam beendet. Nicht selten werden dabei innere Wunden gerissen.
Welche Chancen haben Beziehungen, in denen es zu kritischen Spannungen kommt? Reichen Selbstheilungskräfte, Liebe, guter Wille und Selbstdisziplin aus, um aus kriselnden Beziehungen glückende zu machen? Manchmal gibt es tatsächlich solche "Spontanheilungen" - in der Regel aber lassen sich eingelaufene Beziehungsmuster nicht einfach so knacken. Eine nicht sehr langwierige, dennoch aber tiefgreifende Veränderungsphase ist nötig, wenn automatisierte Beziehungsdramen in einen guten Prozess münden sollen. Für solche Phasen kann es hilfreich sein, erfahrene und kundige Berater und Beraterinnen zur Seite zu haben.
Ziele der Weiterbildung
Die Teilnehmenden der Weiterbildung sollen lernen, Paare professionell systemisch zu beraten. Die Professionalität kommt dabei nicht nur im fachlichen Know-how zum Ausdruck sondern auch und besonders in der Fähigkeit der Reflexion des eigenen Handelns und der eigenen Beratungskompetenz.
Die Teilnehmenden sollen (erfahren) lernen, dass nicht sie es sind, die Systeme instruktiv heilen bzw. verändern, sondern dass Heilung und Veränderung das Ergebnis der Interaktion zwischen Kunden, Klienten, Patienten einerseits und Beratern andererseits ist.
Die Teilnehmenden sollen bereit sein, den Umgang mit (qualitativ wie quantitativ) komplexen Aufträgen, mit Neutralität und All-Parteilichkeit, Wertschätzung und Würdigung, Macht, Kritik, Beziehungs- und Koalitionsangeboten zu trainieren.
Die Weiterbildungsteilnehmenden sollten bereit sein, sich im Anschluss an die Weiterbildung persönlich, fachlich und praktisch weiterzubilden und sich ggf. weiterhin einer kollegialen Supervisionsgruppe anschließen.
Volumen
Die einjährige Weiterbildung umfasst 150 Weiterbildungsstunden (5 Wochenend-Workshops). Davon 100 Std. Workshops und Seminare, und ca. 30 Std. Peergroup (Selbstverpflichtung), 20 Std.
Procedere
Der Weiterbildungsprozess gestaltet sich "zirkuär" und "beginnlos". Das bedeutet: Der Einstieg ist jederzeit möglich (bei freien Kursplätzen). In der Gruppe arbeiten "Alte Hasen" und "Novizen" zusammen. Die Neueinsteiger profitieren von der Erfahrung der Fortgeschrittenen, die "Alten" profitieren von der Neugier der "Neuen". Auf diese Weise wird sehr schnell und effektiv gelernt. Die Weiterbildung ist abgeschlossen, wenn 5 Seminare in Folge besucht wurden.
Die nächsten Termine
10.09.-12.09.2010
26.11.-28.11.2010
weitere Termine in Vorbereitung
Seminargebühren
Jahreskurs: EUR 1500,-- (zzgl. 19 % Mwst.)
oder 12 x EUR 125,-- (zzgl. 19 % Mwst.)
oder 5 x EUR 300,-- (zzgl. 19 % Mwst.)
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Curriculum 

Die systemische Paarberatung interessiert sich in erster Linie für die Art und Weise der Beziehungskommunikation. Was immer Paare in die Krise treibt: Dahinter verbirgt sich meistens eine problematische Interaktion. Und die findet nicht nur mit Worten statt, sondern auch mit Gesten, im Verhalten, beim Sex, in unterschiedlichen Vorstellungen, bei der Kindererziehung, im Umgang mit Geld usw.
Systemische Paarberater sehen in den Ratsuchenden keine "Patienten", die "geheilt" werden, sondern Kunden, die eine Dienstleistung in Anspruch nehmen, für die sie bezahlen. Die Kunden haben ein Recht darauf, wie Kunden behandelt zu werden. Sie sind Partner.